Sonntag, 22. September 2013

Gründe, vegan zu leben




Hallo Ihr Süßen,

heute wollen wir nochmal was zum veganen Leben erzählen bzw. euch erklären, was die Gründe hier für sein können:

  1. Die Milch, die wir zu uns nehmen, ist Muttermilch! Als einziges Lebewesen auf der Erde nehmen wir auch noch im Erwachsenenalter Muttermilch zu uns. Nicht die der eigenen Mutter, sondern die absolut artfremder Lebewesen. Kühe, Schafe und Ziegen müssen gebären, um Milch zu erzeugen. Ihre Babies werden den Tiermüttern direkt nach der Geburt weg genommen, damit wir die Milch trinken können, die eigentlich für Tierbabies gedacht ist. Die Kälber werden in Plastikiglus gesperrt, weit genug entfernt, dass sie ihre Mütter nicht mehr sehen können. Die frisch gebackenen Mütter schreien herzzerreißend nach ihren Babies, doch den meisten Milchkühen ist es nicht gewährt, ihr Kinder großzuziehen. Stattdessen werden sie zum Melkstand geführt um ihre Milch für unseren Joghurt, Quark oder Käse zu geben.
  2. Intensivtierhaltung: Die Tierindustrie strebt danach, eine maximale Menge an Fleisch, aber auch an Milch und Eiern so schnell und billig wie möglich zu produzieren, und das bei minimaler Platzanforderung. Kühe, Kälber, Hühner und andere Tiere werden in kleinen Käfigen oder Ställen gehalten, oft so beengt, daß sie sich nicht einmal umdrehen können.
    Die intensive Milchproduktion entzieht den Knochen der Milchkühe Kalzium; ihr Leben verbringen sie eingepfercht, kaum bewegungsfähig auf hartem Betonboden oder im Mist. Wenn die ausgemergelte und oft verkrüppelte Kuh schließlich nicht mehr profitabel Milch produziert, wird sie zum Schlachter transportiert und landet im Supermarktregal zum Verzehr.Für das Fleisch auf deutschen Tellern wurde gelitten: 98% der gesamten Fleischproduktion in Deutschland stammt aus Intensivtierhaltung.


  3. Hormone, Antibiotika und Pestizide: Eine Kuh würde unter normalen Umständen nur einen Bruchteil der Milchmengen geben, die sie in der modernen Massentierhaltung gibt. Damit Kühe die Mengen an Milch produzieren können, bekommen Sie Hormone, müssen regelmäßig kalben und erkranken an Entzündungen der Milchdrüsen, die Eitern und Bluten hervorruft, was wiederum behandelt werden muss. In abgemolkener Milch finden sich Eiter, Blut und Antibiotika-Rückstände wieder. Milch besteht also zu einem großen Teil aus Eiter und Blut, Wachstums- und Schwangerschaftshormonen sowie Antibiotika.Damit sich unter den Tieren in der Intensivhaltung in ihrer Beengtheit keine Krankheiten verbreiten, bekommen die Tiere ebenfalls Antibiotika. Das Futter ist darüber hinaus oftmals mit Pestizidrückständen belastet.


  4. Legehennenhaltung: Legehennen werden zu viert in einem Drahtkäfig von 40 x 45 cm Bodenfläche gehalten, die Käfige oft in vielen Reihen übereinander gestapelt. Fließbänder bringen Futter und Wasser und transportieren Eier und Exkremente ab. Da die Hennen so extrem beengt sind, hält man sie im Halbdunkeln und schneidet ihnen ohne Betäubung die Schnabelspitzen ab, damit sie sich nicht gegenseitig zu Tode picken. Der Maschendraht der Käfige schrabbt ihre Federn ab, scheuert ihnen die Haut auf und verkrüppelt ihre Füße. Etwa 4-6 % der deutschen Hennen, die unter diesen Bedingungen gehalten werden, sterben innerhalb von 12 Monaten an Stress oder einer Erkrankung. Im Alter von ein bis zwei Jahren lässt ihre Eierproduktion aufgrund der extremen Ausbeutung ihres Körpers nach und sie werden geschlachtet. (Die natürliche Lebenserwartung einer Henne beträgt 15-20 Jahre).
  5. Tiertransporte sind Lebendtransporte. In der modernen Intensivhaltung sind auch lebende Tiere nichts weiter als Ware - und so werden sie gehalten und so werden sie auch transportiert: zusammengepfercht, übereinandergestapelt auf engstem Raum, fahren Millionen von Tieren mitunter tagelang, auch über die Grenzen der EU hinaus, auf den Ladeflächen von LKW, Schiffen oder anderen Transportmitteln, oft ohne Futter oder Wasser. Die vorgeschriebenen Richtlinien für die Höchsttransportdauer können dabei je nach den Umständen praktisch unbegrenzt gedehnt werden. Im Sommer kollabieren viele Tiere in der Hitze - im Winter kann es passieren, dass Tiere an den Gittern festfrieren, bis sie sich selbst losreißen oder die Fahrer das für sie erledigen. Kühe, die zu schwach oder verletzt sind, um selbst zu laufen, werden mit Seilen an einem oder mehreren Beinen hochzerrt und die letzten Meter zum Schlachtband gehievt. Wenn verängstigte Tiere die Ladefläche nicht verlassen wollen, werden sie oft mit Elektroschocks gezwungen, sich zu bewegen.
    Das Leben eines durchschnittlichen Schlachttieres sieht so aus:
    „Viele können kein einziges Mal frische Luft atmen, bis sie für eine albtraumhafte Fahrt zum Schlachthof in Transporter gestoßen und gezwängt werden, oft unter extremen klimatischen Bedingungen und immer ohne Futter und Wasser. Die Tiere werden kopfüber aufgehängt und bekommen, oft noch bei vollem Bewusstsein, die Kehle aufgeschlitzt.“ Ein solches Schicksal blüht allen Tieren früher oder später mindestens einmal - ob es Tiere sind, die um ihres Fleisches willen gezüchtet wurden, oder jene, die ein Leben in der Produktion verbracht haben: für Milch, für Käse oder für Eier. Ob ihre Produkte im Supermarktregal landen, oder im Bioladen.
  6. Küken sexen: Dahinter verbirgt sich die gängige Praxis Küken, die zum Eier legen gezüchtet werden, nach ihrem Geschlecht auszusortieren. In der Zucht für die Eierproduktion sind männliche Küken, ähnlich wie männliche Kälber in der Milchproduktion, ein unerwünschtes Nebenprodukt. Da es für die Fleisch- produktion spezielle Züchtungen von Hühnern gibt, welche darauf angelegt sind, innerhalb kürzester Zeit besonders viel an Körpermasse zuzulegen, sind männliche Küken in der Legehennenzucht unprofitabel und müssen selektiert werden.

Diese Selektion findet in der Regel am Fließband und von Hand ab. Die aussortierten männlichen Küken werden abtransportiert und dann vergast oder zerhäkselt - ebenso alle Küken, die nicht rechzeitig innerhalb eines gegebenen, von der Wirtschaftlichkeit abhängigen Zeitfensters schlüpfen - weiblich, wie männlich. 45 Millionen Küken sterben so allein in Deutschland jedes Jahr als Nebenprodukt der Eierindustrie.
  7. Welthunger: Man benötigt 16 kg Getreide, um ein Kilogramm essbares Rindfleisch herzustellen. Auf der Welt leiden eine Milliarde Menschen an täglichem Hunger. 
  8. Wasser: Man benötigt weniger als 1.400 Liter Wasser pro Tag, um die Nahrung für einen veganen Menschen zu produzieren, aber mehr als 20.000 Liter – also über das 12-fache – um die Nahrung für einen Fleischesser herzustellen. Man spart mehr Wasser, wenn man auf ein Pfund Rindfleisch verzichtet, als wenn man ein ganzes Jahr lang aufs Duschen verzichten würde. 
  9. Vegan sein hilft, manche Dinge sehr viel klarer zu sehen. Irgendwann musst du dir die Frage stellen, was in deinem täglichen Leben wirklich wichtig ist und auf welche Dinge du eigentlich völlig einfach verzichten könntest, zu deinem eigenen Vorteil, aber auch zum Vorteil der Welt an sich und der Lebewesen, die sie bevölkern.
    Veganer beschäftigen sich auch mit den ekligen, schrecklichen und grausamen Aspekten des Lebens. Es ist natürlich nicht verboten, mit geschlossenen Augen durch die Welt zu gehen. Aber was spricht dagegen, auch hier klar zu sehen? Auch dann, wenn die Wahrheit manchmal keine saftigen grünen Blumenwiesen und friedlichen Bauernhöfe offenbart.
  10. Gesundheit: Wer kennt die Vorurteile nicht: Veganer haben Mangelerscheinungen, sind dürr, blass und ganz kraftlos. Grundsätzlich gilt, dass Veganerinnen und Veganer natürlich auf ihre Ernährung achten müssen - jedoch nicht mehr und nicht weniger als Fleischesser. Wenn man sieht, dass im gigantischen Markt für Nahrungsergänzungsmittel nur ein Bruchteil der Präparate vegan ist, wird schnell klar, dass Mangelerscheinungen bzw. die Vorbeugung davor mitnichten lediglich ein Thema für solche Ernährungsexoten wie Veganer sind.
    Es gibt diverse Lebensmittel oder Inhaltsstoffe, die in der geläufigen Meinung gesund und notwendig sind. Dass viele davon sogar krank machen, ist fast niemandem bewusst.
    Kalzium
    Milch ist wichtig für gesunde Knochen, so denkt man. Der Fakt, dass in den Ländern, in denen am meisten Milch konsumiert wird, auch die höchsten Raten für Osteoporose herrschen, regt zum Umdenken an. Das tierische Eiweiß, das Omnivore und Ovo-Lacto-Vegetarier mit ihrer Ernährung zu sich nehmen, übersäuert den Körper und sorgt dafür, dass das Kalzium zum Binden dieser Säure benutzt wird. Daher wird es aus dem Knochen herausgelöst und schließlich ausgeschieden. Wenn Veganer unter Umständen also weniger Kalzium zu sich nehmen als Allesesser, wirkt sich das nicht so negativ aus, da in der Regel ihr Organismus eine bessere Verwertung von Kalzium hat.
    Krebs
    In verschiedenen Studien sind Eierstock-, Brust- und Prostatakrebs in direktem Zusammenhang mit dem Konsum von Milch und Milchprodukten gebracht worden. Das Risiko einer Krebserkrankung können Menschen mit einer pflanzlichen Ernährung um bis zu 40% senken. Dr. T. Colin Campbell, Leiter des bekannten "China Study" an der Cornell University (eine Langzeitstudie, die den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit untersucht) ist sogar zu dem Ergebnis gekommen, dass 80 bis 90% aller Krebserkrankungen (und Herzkreislauferkrankungen) verhindert werden könnten, indem man tierische Produkte aus seinem Speiseplan streicht.
    Eiweiß
    Die meisten, denen man von veganer Ernährung erzählt, gehen davon aus, dass Veganer unter Eiweißmangel leiden und ihren Bedarf an Eiweiß nicht decken können. Aber da außer Alkohol, Zucker und Fett fast alle Nahrungsmittel eiweißhaltig sind, macht dies einen Mangel praktisch unmöglich.
    Herzkrankheiten
    Fleisch, Eier und Milchprodukte sind reich an Cholesterin und gesättigten Fettsäuren. Diese Substanzen verstopfen die Innenseite der Arterien, und behindern damit den Blutfluss zum Herzen - Arterienverkalkung, auch Arteriosklerose genannt. Die Folgen können Herzkrankheiten bis hin zum Herzinfarkt sein; und das betrifft nicht nur männliche, kettenrauchende Workaholics in ihren 50ern. Doch es gibt Hoffnung, denn Studien haben gezeigt, dass man mit einer rein pflanzlichen Ernährung nicht nur das Risiko solcher Erkrankungen um 30% senken kann, sondern, dass schon begonnene Schäden in den Arterien so gestoppt und sogar rückgängig gemacht werden können. 
  11. Veganer haben es heute so einfach wie nie zuvor, sich ausgewogen, kostengünstig und gesund zu ernähren. Jedes tierische Produkt hat ein Äquivalent in der veganen Küche. Und selbst, wer sich nur ab und an vegan ernährt tut damit viel mehr für sich, seine Mitmenschen und die Umwelt, als ihm vielleicht bewusst ist.

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